Huch… Es passiert ja doch noch etwas hier im Blog. 😉
Ja, auch ich habe viele Wochen im – inzwischen „alten“ – Jahr 2025 nicht mehr wirklich dran geglaubt, hier nochmals etwas zu schreiben. Und ehrlich gesagt, war ich auch zwei-, dreimal dran, das komplette Ding hier einzustampfen.
Aber von vorne, wenn auch im „Schnelldurchlauf“ (Verzeiht es mir bitte, ich habe mich jetzt hingesetzt und ziehe das durch! Wenn auch eben sehr kompakt zusammengefasst) und auf die „wichtigsten“ Dinge der letzten 8-9 Monate reduziert.
Sommerloch
Der (Früh)Sommer 2025 war… anstregend. Nach dem Urlaub an der Ostsee im Frühjahr, bin ich in ein ziemliches (Alltags)Loch gefallen, habe mich wieder ganz schön zurückgezogen und hab mir Anfang Juni den Ischias eingeklemmt, der mich dann fast den kompletten Hochsommer „ausgeknockt“ hat. Schlaf, Bewegung, irgendwelche großartigen Aktivitäten… Ich sachs mal so… An manchen Tagen war ich froh, wenn ich es zum Einkaufen geschafft habe. Das hat sich – wie auch der Sommer allgemein immer – natürlich ganz schön auf die Stimmung niedergeschlagen. Ich hatte mir ja Anfang 2025 wieder eine Fotokamera zugelegt und wollte auch während des Sommers mal häufiger losziehen. Nun ja… Das wurde dann erstmal etwas gebremst. Und dabei habe ich gerade im Urlaub an der Ostsee erkannt, wie viel mir das Fotografieren doch gibt und wie gut ich dabei abschalten kann.
„Erschreckend“ war zu dieser Zeit allerdings auch, obwohl es eindeutig eine „körperliche“ Ursache hatte, wie sehr mir mein Kopf doch wieder „in die Karre gefahren“ ist und mir fast tagtäglich gesagt habe wie „unnütz“ ich doch sei weil ich – so mein Kopf – mal wieder nicht meiner Vorhaben in die Tat umsetze (umsetzen kann) und total unnütz den Tag verplempere. Yeah… Freude. Nicht!
Dieses Gefühl von (arger) Selbstabwertung hat sich dann auch noch bis etwa in den Spätsommer/Frühherbst gezogen. Auch wenn der Ischias irgendwann wieder Ruhe gegeben hat, so haben mir diese paar Wochen „Nichts-tun“ doch ziemlich zugesetzt. Psychisch natürlich aber auch rein physisch… Die Zahlen auf der Waage haben einen dicken Sprung gemacht… Nach oben. Auch hat sich meine Hüfte – wohl durch die mangelnde Bewegung – wieder verstärkt gemeldet. Im Oktober habe ich es dann endlich mal geschafft, einen Facharzt aufzusuchen. Angststörung sei Dank, schaffe ich sowas ja meistens erst wenn das Gröbste durch ist. 🫠
Der Herbst war dann einigermaßen okay, ich bin wieder etwas häufiger „raus gekommen“, habe ein paar schöne Ausflüge/Fototouren gemacht (Auch hier nochmals der Hinweis auf meinen Fotoblog unter www.danwolf.de), hatte wieder „etwas mehr“ soziale Kontakte (zumindest oberflächig), habe dabei allerdings etwas (neues?!) entdeckt…
Einsamkeit
Wie „einsam“ ich doch bin und wie sehr mir „echte“ Beziehungen zu anderen Menschen doch fehlen. Um ein wenig „auszuholen“… Ich habe mich ja vor bald zehn Jahren (2017) aufgrund diverse Ereignissen (Sei es die Sache mit dem damaligen Arbeitgeber, der juristischen Auseinandersetzung und dem damit völlig zerstören Vertrauen in Menschen usw.) ziemlich „abgenabelt“/zurückgezogen und wollte lange Zeit mit kaum jemanden etwas zu tun haben. Das hat sich erst in den letzten zwei, drei Jahren etwas aufgebrochen, auch wenn mich der Umzug/Verkauf vom Elternhaus dabei ziemlich zurückgeworfen hat.
Und trotzdem wollte ich wieder auf Menschen zugehen, diesem tiefen und diesem in weiten Teilen völlig falschem Misstrauen eigentlich nicht die Oberhand überlassen. „Einfach“ eben Menschen neu oder wieder kennen lernen, unvoreingenommen, ohne Angst. Nun ja… Das hat eher weniger geklappt. Ich bin immer noch sehr misstrauisch, schaffe es kaum mehr als eine oberflächige Beziehung zu etablieren. Und genau das strengt ziemlich an und – um ehrlich zu sein – schmerzt auch eben ganz schön. Auf der anderen Seite, habe ich gerade in den letzten zwei, drei Monaten doch erkannt, was für ein großer „People Pleaser“ ich doch in der Vergangenheit war. Zwar hatte ich weniger Probleme mal „Nein“ zu sagen, habe allerdings immer sehr viel dafür getan, es meinem Gegenüber doch recht zu machen und mich dabei wohl arg in meinem eigenen Ich verloren. Gleichzeitig Einsam, aber mit dem Bedürfnis Menschen auf einer tieferen Ebene kennen zu lernen und dabei immer die Angst im Hinterkopf, nicht ich selbst sein zu können. The Struggle is real!
So eine Erkenntnis macht das Kennenlernen von neuen Menschen leider nicht einfacher. 😉
(Dazu aber eventuell mal zu anderer Zeit ein etwas ausführlicherer Beitrag)
Zwischen diesem (neuen) Struggle war dann auch noch Weihnachten/der Jahreswechsel. Diese zeit habe ich auch relativ ruhig verbracht, sogar das „gefürchtete“ Zusammenkommen der Familie zu Weihnachten verlief recht unspektakulär und vergleichsweise „friedlich“ (in meinem Kopf. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich seit dem Auszug aus dem Elternhaus auch deutlich weniger Kontakt zu Familie habe und dabei inzwischen auch einfach gewissen Dingen – aus reinem Selbstschutz – „aus dem Weg“ gehe. Die Zeit „zwischen den Jahren“ habe ich erneut dafür genutzt um ein wenig „Luft zu holen“, das vergangene Jahr zu reflektieren und mir anzuschauen. an welchen (kleinen) Stellschrauben ich eventuell noch drehen kann.
Blick nach vorn
Und so bin ich dann auch ins neue Jahr gegangen… 2026… Wahnsinn, wie schnell die Zeit doch vergeht. Habe mit diesem Jahr dann den Punkt erreicht, an dem ich näher an der 50 als an der 40 bin. Autsch… So aufgeschrieben hittet das nochmals anders rein. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass sich meine Jahrelange Grübelei über mich, meinem Kopf, meiner Psyche und dem sich darauf entwickelten Leben, so langsam mal „auszahlt“ (Spoiler: Ja, inzwischen habe ich das eindeutige Gefühl, deutlich besser „mit meinem Leben „umgehen“ zu können).
Wirklich Vorsätze für 2026 habe ich keine gemacht… Ja, ich will Gewicht verlieren. Ja, ich möchte gerne (noch) häufiger mit der Kamera losziehen (Fotografieren ist offenbar meine Medizin!). Und ja, auch möchte ich 2026 auf Menschen zugehen, offen, ohne Misstrauen, dafür mit Austausch und eventuell ja auch neuen Beziehungen.
So kann ich mich durchaus auf 2026 freuen und mit 2025 durchaus „verständnisvoll“ abschließen, auch wenn es (mal wieder) ein ziemliche Achterbahnfahrt war. Zumindest hatte ich letztes Jahr mal nicht das Gefühl, mit dieser Achterbahnfahrt komplett abzustürzen… 🎢
Auf dann… Ab ins Jahr 2026, bis demnächst mal… 👋

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