#Kopfkirmes

– Das Leben mit der Kopfkirmes –

Die Sache mit Weihnachten & dem Jahreswechsel (2023 Edition)

Dieses Jahr (mal wieder) ein kleines Resümee zu Weihnachten zum Jahreswechsel (Sorry, der Beitrag liegt schon seit einer Woche im „Bearbeitungsmodus“), grad jetzt mit dem Wissen um meine AD(H)S #Kopfkirmes…

Noch immer keine wirkliche Weihnachtsstimmung

Tja, was soll ich sagen?! Ich glaube, so etwas wie „richtige“ Weihnachtsstimmung wird sich wohl nie mehr in meinem Leben bei mir einstellen. So ganz grundsätzlich wird das wohl daran liegen, dass ich keine (eigene) Familie habe, wo es dann ja doch nochmals etwas anderes ist, gerade wenn man Kinder hat. Es ist schön zu sehen, wenn sich meine Nichte über das Weihnachtsfest (und natürlich auch die Geschenke) freut, aber selbst die Freude der Nicht, ein hübscher Weihnachtsbaum oder „besinnliche“ Musik bringen mich nach wie vor so gar nicht in „Stimmung“. Seit ein paar Jahren meide ich spätestens mit Beginn des Dezember eh die Innenstädte (Große Weihnachtsmärkte sind so gar nicht mehr meins!) und dekoriere eh nur sehr minimal. Ich habe es ja schon mal an anderer Stelle hier im Blog gesagt, alle die darin völlig aufgehen, bitteschön… Ich brauche es aber in der Tat nicht… 😉

Irgendwas ist ja eh immer

Was noch zur sehr eingeschränkten Weihnachtsstimmung hinzu kommt, ist dass ich dieses Jahr wohl auch den Kopf total mit der Wohnungssuche bzw. jetzt bald dem Umzug habe. Das hat mich allerdings ja nicht erst im Dezember beschäftigt, sondern viel mehr das gesamte Jahr über. 😵 Daraus resultiert gerade jetzt, wo der Umzug immer näher rückt, ebenfalls eine sehr „melancholische“/emotionale Stimmung. Schließlich ziehe ich nicht nur aus der Wohnung aus, in der ich es mir seit über 10 Jahren echt angenehm gemacht habe, ich verlasse jetzt halt auch (endgültig) mein Elternhaus. Es ist verkauft, es gibt sicherlich kein Zurück mehr, schon bald wird sich hier jemand anders „Zuhause“ fühlen. Trifft mich alles doch mehr als erwartet. Ist diese gewohnte Umgebung mit all den über die Jahren liebgewonnen Gewohnheiten & Strukturen doch gerade seit der AD(H)S Diagnose echt zu einem sehr großen Halt geworden. dazu kommen noch all die Erinnerungen an die Kindheit hier im Haus, „meine Hood“ in der ich aufgewachsen und groß geworden bin… Hach… So ganz bin ich mit dem Thema noch nicht wirklich durch. Sitzt doch ziemlich tief alles… 😔

Somit endet das Jahr eigentlich wie es angefangen hat

Wenn ich so aufs Jahr 2023 zurückblicke, kann ich relativ schnell (mal wieder 😉) sagen, dass das Jahr 2023 im Grunde „weg kann“. Grad so im letzten halben Jahr, in dem ich eigentlich nur mit der Wohnungssuche beschäftigt war, hat doch kaum/gar keinen Platz für andere Dinge gelassen. Ist vielleicht auch ein Punkt für das neue Jahr, an dem ich echt arbeiten muss… Dinge mal etwas „gelassener“ & mit deutlich weniger „Anspannung“ anzugehen. Eigentlich wollte ich ja 2023 auch ein bisschen weiterkommen in Sachen „Berufswechsel“, habe da auch schon erste zarte Schritte gemacht, leider ist das dann etwas „eingeschlafen“ in dem ganzen Chaos hier im Haus/wegen der Wohnungssuche. bzw. hatte ich dafür dann auch irgendwann schlicht & ergreifend einfach keine Ressourcen mehr für. Nächste Punkt auf der „ToDo Liste“ für 2024. 😉Und na ja… Was definitiv auch ansteht fürs neue Jahr, ist ein erneuter Klinikaufenthalt. Da war ich ja Ende November/Anfang Dezember fast schon soweit mich „Notfallmäßig“ in eine Klinik einweisen zu lassen, aber auch da kam dann die intensive Zeit der Wohnungssuche zwischen, also habe ich mit all den Aufgaben (die mich – zugegeben – zum Teil echt überfordert haben) weiter fröhlich an meinem „inneren Akku“ genuckelt und grad um die Tage zu Weihnachten gemerkt, dass in diesem Akku kaum noch Power ist. Ich laufe seit Weihnachten eigentlich nur noch im „Energiesparmodus“ um das wichtigste grad so zu schaffen, den Umzug irgendwie organisiert zu bekommen und danach dann wahrscheinlich völlig ausgelutscht zu sein. Daher muss ich in der Tat da im nächsten Jahr einfach auch mal die „Reißleine“ ziehen und eben erneut in/mit einer Klinik an mir arbeiten.

Und trotzdem gibt es noch ein paar wenige versöhnliche Töne

Ja, ich bin „Berufspessimist“, sehe viele Dinge oft auch schon im Vorfeld sehr „schwarz“ und kann nur sehr bedingt „positiv“ an Dinge rangehen. Trotzdem gibt es, neben den vielen sehr anstrengenden Baustellen im Jahr 2023, auch ein paar Dinge, die mich tatsächlich etwas positiv stimmen. So bin ich grad auch im letzten halben Jahr – eben durch den ganzen Stress & der emotionalen Belastung – wesentlich ruhiger geworden. Viele Dinge, Ereignisse und Momente haben mir erneut gezeigt, dass ein „sich aufregen“ im Endeffekt nichts bringt. Dadurch werden die Dinge nicht besser oder gar schneller erledigt. Ganz im Gegenteil. 😉 Zwar bin ich immer noch da angekommen, wohin ich gerne möchte, ich rege mich noch immer häufig auf und sehe die Dinge eben viel zu oft, viel zu negativ, aber es fühlt sich doch schon so an, als sei ich da auf einem guten Weg. Genauso positiv empfinde ich im letzten Jahr tatsächlich auch, dass ich mit der ganzen AD(H)S Thematik ein ganzes Stück weitergekommen bin, obwohl ich keine Unterstützung in Form einer Therapie oder einem Facharzt habe, der wirklich in der Materie ist. Da war viel „Self-Learning“ bei, aber ich bin auch etwas tiefer in die „AD(H)S Bubble“ eingetaucht, hab dort viele Eindrücke von Betroffenen erlebt, dadurch viel an mir selbst reflektiert und am Ende einiges bei mir/in meinem Verhaltensmustern geändert. Das gefällt mir echt gut, dass werde ich im Jahr 2024 definitiv weiterhin so durchziehen. Insgesamt konnte ich dieses Jahr, wahrscheinlich auch durch diesen ganzen Stress, wesentlich besser selbst zu mir stehen, mich einen ganz, ganz großen Teil besser selbst akzeptieren so wie ich bin (eben mit der #Kopfkirmes & dem AD(H)S)… Das ist schon ein phänomenal gutes Gefühl… 😊

In diesem Sinne… Möchte ich gar nicht bewerten, wie ich das Jahr 2023 abschließe, sondern es „einfach mal so hinnehmen“ und (etwas) positiver auf das kommende Jahr 2024, den baldigen Umzug, die neue Wohnung & die damit für mich entstehenden „Herausforderungen“ blicken…

Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, den auch der Blog ist tatsächlich zu etwas positiven im Jahr 2023 geworden. Es macht mir wieder richtig Spaß, hier zu schreiben und meine Gedanken zu teilen… 😊

Damit wünsche ich meinen Lesern einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr, viele positive Eindrücke im nächsten Jahr und alles Gute auf dem weiteren Weg… Wie auch immer dieser aussehen mag…

Artikelbild von Monika auf Pixabay

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