{"id":969163,"date":"2020-07-12T19:00:00","date_gmt":"2020-07-12T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/danwolf.de\/?p=969163"},"modified":"2024-07-15T16:24:20","modified_gmt":"2024-07-15T14:24:20","slug":"die-naechste-runde-rueckwaerts-vorwaerts-vor-zurueck-und-wieder-auf-start","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kopfkirmes.info\/?p=969163","title":{"rendered":"Die n\u00e4chste Runde: R\u00fcckw\u00e4rts&#8230; Vorw\u00e4rts&#8230; Vor &#038; Zur\u00fcck&#8230;Und wieder auf Start!"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Und trotzdem gehts irgendwie doch voran&#8230; ;)<\/h6>\n\n\n\n<p>Da w\u00e4ren wir mal wieder: Voll im Gedankenkarussell auf der <em><strong>#Kopfkirmes<\/strong><\/em> ?<br>Die Gedanken kreisen wieder &#8222;fr\u00f6hlich&#8220; im Kopf, die &#8222;Schlafhygiene&#8220; ist seit einigen Tagen auch wieder unter aller Sau und irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, ich bewege mich -wenn \u00fcberhaupt- nur minimal vom Fleck. Langsam richte ich mich in diesem Zustand schon echt ein&#8230; ?<\/p>\n\n\n\n<p>Versteht mich bitte nicht falsch, aber tats\u00e4chlich ist das diesmal durchaus wichtig, diese &#8222;Phase&#8220; mal ganz intensiv zu sp\u00fcren und &#8222;in Ruhe&#8220; von allen Seiten zu betrachten. Ja, ich bin wieder (mal) voll in einer &#8222;depressiven Phase drin. Nein, ich f\u00fchle mich weder wohl damit, noch m\u00f6chte ich all zu lange Zeit in diesem &#8222;Sumpf&#8220; feststecken. Und doch f\u00fchlt es sich diesmal, trotz Gedankenkarussell, etwas anders an. Wirklich mal nach Fortschritt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Auch negative Gedanken bringen einen Menschen nach vorn!<\/h5>\n\n\n\n<p>So mies &amp; \u00e4tzend diese Phasen auch sein m\u00f6gen&#8230; So sehr mich vor allem diese Selbstdestruktiven Gedanken ankotzen&#8230; So sehr bemerke ich diesmal tats\u00e4chlich eine Ver\u00e4nderung. Ich gebe mich diesen Gedanken nicht mehr so arg hin und &#8222;suhle&#8220; mich in Selbstmitleid&#8230; Nein, ich versuche sogar mal mein eigenes Denken zu verstehen und mir (solch) negative Gedanken mal n\u00e4her anzuschauen. Woher kommen diese Gedanken? Was ist der Grund f\u00fcr diese Gedanken? Wie kann ich mit diesen Gedanken (besser) umgehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Und gef\u00fchlt hat es an der ein oder anderen Stelle tats\u00e4chlich &#8222;Klick&#8220; gemacht. Liegt wahrscheinlich auch viel an den zwei letzten Therapiesitzungen, in denen mir mein Therapeut (ungewollt?!) m\u00e4chtig die Augen ge\u00f6ffnet und mir ziemlich fiese Seiten meiner NPS aufgezeigt hat. Ich hab mich nach den Sitzungen echt dabei erwischt, wie sehr ich doch bislang die Augen vor den Tatsachen verschlossen habe. Nicht die anderen sind der Kernpunkt meiner Konflikte&#8230; Sondern ich selbst. Diese Erkenntnis hat weh getan, hat aber zugleich auch so viel (in meinem Verhalten -auch gegen\u00fcber anderer-) erkl\u00e4rt. Und hat die &#8222;Gedankenmaschinerie&#8220; im Kopf erst so richtig &#8222;befeuert&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Spa\u00df&#8220; hat das sicherlich nicht mit sich gebracht, aber ich habe seit langen mal wieder einen deutlichen Fortschritt gesp\u00fcrt. Leider, und das ist das wirklich fiese an meinen depressiven Phasen, geht so etwas immer arg mit ganz wenig Selbstbewu\u00dftsein &amp; ganz viel &#8222;Selbsthass&#8220; einher. Das sind auch noch zwei gro\u00dfe Baustellen, an denen ich schleunigst arbeiten muss. Wobei, mit der ein oder anderen &#8222;Erkenntnis&#8220; ist tats\u00e4chlich auch das Selbstbewu\u00dftsein (ein wenig) gewachsen. Nichtsdestotrotz bin ich echt noch gut in der hohen Kunst mich in solchen Phasen ungemein selbst nieder zu machen. So etwas schl\u00e4gt sich dann bei mir immer sofort auf den Schlaf nieder und somit auf meine &#8222;Grundstimmung&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Prokrastination Level 100 ?<\/h5>\n\n\n\n<p>In solchen Phasen bin ich Meister in der &#8222;Aufschieberitis&#8220;&#8230; Oder anders&#8230; Im &#8222;Kopf\/Gedanken ausknipsen&#8220;. Zocken, Netflixen, Musik oder auch mal den ganzen Tag im Bett verbringen&#8230; Nicht sch\u00f6n, aber auch da bin ich inzwischen so weit, dass ich mir solche Tage &#8222;einfach&#8220; mal g\u00f6nnen darf (Ja, tats\u00e4chlich auch mal das ein oder andere Mal g\u00e4nzlich ohne schlechtes Gewissen). Die Erkenntnis, dass ich so &#8222;kaputt&#8220; im Kopf bin, das ich solche Tage f\u00fcr mein &#8222;Seelenheil&#8220; brauche, habe ich jetzt schon ein bisschen l\u00e4nger. Ich denke, dass habe ich im Verlauf dieses Jahr gelernt. Auch dank &#8222;Corona-Isolation&#8220; und dem zeitgleichen &#8222;Entschleunigen&#8220; der Welt. Und tats\u00e4chlich bin ich der festen Meinung, dass wir alle mal ein wenig auf die Bremse treten sollten und auch mal Tage einschieben d\u00fcrfen (Und sollten!), an denen man mal ganz bewusst aus dem Hamsterrad der &#8222;150% Leistung&#8220; raus kommt. Und nein, ich meine damit nicht den 10 Tage Urlaub, in dem man eh am zweiten oder dritten Urlaubstag wieder ans B\u00fcro denkt. Ich rede tats\u00e4chlich von Tagen ganz bewusst im Alltag. Aber das r\u00fcckt vom eigentlichen Thema zu weit weg&#8230; Ein anderes Mal vielleicht an dieser Stelle mehr dazu. ?<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"> Lernen durch Schmerz<\/h5>\n\n\n\n<p>Wie dieser &#8222;Spruch&#8220; mir seit meinen Bundeswehrtage in den Ohren liegt (Und ich ihn genauso hasse!). ? <br>Auch wenn der &#8222;Spruch&#8220; damals was v\u00f6llig anderes meinte, so ist er im Kern gar nicht so falsch. Manchmal muss es tats\u00e4chlich weh tun, um zu helfen (heilen?). Scheinbar bin ich aber auch ein Mensch, dem die Erkenntnisse mit voller Wucht ins Gesicht knallen m\u00fcssen um anzukommen. Auch das macht mich wohl zu dem, was ich bin. Aber gut, das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. In der aktuellen Phase hat es mir auch wirklich geholfen. Auch wenn es schmerzhaft war. Das sind wohl diese Stolpersteine, an denen ich mir die Knie aufschlage, von denen mein Therapeut mal sprach. Mal sehen, wie oft ich mir auf meinem Weg noch Pflaster auf die Knie kleben muss. ?<br>Erst einmal bin ich, mit blutigen Knien, froh \u00fcber gewisse Erkenntnisse &amp; anderen Sichtweisen. Da kann man auf jeden Fall in Zukunft mit arbeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob ich mich auch auf &#8222;Konfliktgeladene&#8220; Situationen freue?! Das wei\u00df ich noch nicht genau. Ich w\u00fcrde nat\u00fcrlich auch gerne &#8222;in ruhigem Fahrwasser&#8220; durchs Leben segeln. Aber so wie ich mich in den letzten Jahren kennen gelernt habe, wird das wahrscheinlich nicht wirklich passieren. Zumindest, dass ist auf jeden Fall meine gro\u00dfe Hoffnung, kann ich in Zukunft in solchen Situationen etwas souver\u00e4ner reagieren und lasse mich nicht mehr so sehr von meinen -lang einge\u00fcbten- Verhaltensmustern steuern. W\u00e4re auf jeden Fall ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. ?<\/p>\n\n\n\n<p>Auch versuche ich mir diesmal die &#8222;kleinen&#8220; Erfolge nicht mehr klein zu reden. Das konnte &amp; kann ich immer noch sehr gut. Wobei mir durchaus bewusst ist, dass eine Therapie eigentlich nur aus &#8222;Minischritten&#8220; besteht und man nicht von Heute auf Morgen einen Satz von mehreren hundert Metern macht. Trotzdem habe ich bislang jeden noch so kleinen Fortschritt immer ziemlich schnell klein geredet. <em>&#8222;Du eierst schon mehrere Jahre mit dem Mist rum! Warum sollte sich gerade JETZT was \u00e4ndern! Bleib mal auf dem Teppich. Du bist einfach kaputt und kommst eh nie wieder aus dem Sumpf raus!&#8220;<\/em> &#8211; Das waren noch die harmlosesten Gedanken dazu. Aber nein&#8230; Auch diesmal m\u00f6chte ich mich da nicht meinem verquerten Verhaltensmustern hingeben. Diesmal bin ich sogar ein bisschen stolz auf meinen Fortschritt! Und das soll ich auch. Das DARF ich auch sein! ?<\/p>\n\n\n\n<p>Auch <em>-Und da muss ich doch ein wenig &#8222;rumheulen&#8220;-<\/em> wenn es verdammt anstrengend ist und gerne ohne diese bl\u00f6den depressiven &#8222;Verstimmungen&#8220; laufen darf. Denn das empfinde ich als die gr\u00f6\u00dfte Arbeit dabei (Klar, auch mit sich selbst, an alten Verhaltensmustern arbeiten &amp; Ver\u00e4nderungen durch seine Gedanken herbeif\u00fchren ist verdammt viel Arbeit), sich m\u00fchsam aus diesem (depressiven) Tal k\u00e4mpfen. Betroffene k\u00f6nnen das nachvollziehbar&#8230; F\u00fcr Au\u00dfenstehende ist das oftmals nur schwierig zu ergreifen. Da geht eine Menge Energie f\u00fcr drauf&#8230; Ich w\u00fcrde sogar mal sagen, der Gro\u00dfteil der Energie die ein Mensch pro Tag haben kann. Allerdings bin ich auch in dieser Hinsicht guter Dinge, das es -wenn auch langsam &amp; in kleinen Schritten- mit der Zeit deutlich besser wird und mich irgendwann nicht mehr so sehr &#8222;aus den Schuhen&#8220; haut&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Passend zu dieser positiven Grundstimmung und dem -frohen Mutes- Blick nach vorn, kommt hier -nach tagelangen &#8222;Herbstwetter&#8220;- gerade die Sonne raus und bereitet einen wundersch\u00f6nen Sonnenuntergang vor. Und damit schlie\u00dfe ich hier jetzt auch ab und genie\u00dfe einfach mal (ohne <strong><em>#Kopfkirmes<\/em><\/strong>) diesen Moment&#8230;<br><br>Bis dahin&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Artikelbild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/WaldNob-9842518\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4158910\">Norbert Waldhausen<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4158910\">Pixabay<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und trotzdem gehts irgendwie doch voran&#8230; ;) Da w\u00e4ren wir mal wieder: Voll im Gedankenkarussell auf der #Kopfkirmes ?Die Gedanken kreisen wieder &#8222;fr\u00f6hlich&#8220; im Kopf, die &#8222;Schlafhygiene&#8220; ist seit einigen Tagen auch wieder unter aller Sau und irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, ich bewege mich -wenn \u00fcberhaupt- nur minimal vom Fleck. 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