{"id":647518,"date":"2019-06-29T10:00:16","date_gmt":"2019-06-29T09:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/danwolf.de\/?p=647518"},"modified":"2024-07-15T16:24:21","modified_gmt":"2024-07-15T14:24:21","slug":"es-passieren-dinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kopfkirmes.info\/?p=647518","title":{"rendered":"Es passieren Dinge&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Beispiel, dass seit dem 09. April endlich mal wieder ein Blogbeitrag kommt. Und in diesen fast 3 Monaten einiges passiert ist. Damit meine ich nicht -nur- die &#8222;Hitzewelle&#8220; und der damit verbundene miese Schlafrhythmus (Dachwohnung sei Dank, sitze ich jetzt um 03.00 Uhr Nachts, bei muckeligen 26 Grad im B\u00fcro vorm Rechner und schreibe diese Worte). Viel mehr ist auch einiges im Kopf und sogar im Leben passiert&#8230; <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/danwolf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920.jpg?fit=697%2C465\" alt=\"\" class=\"wp-image-647664\" srcset=\"https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920.jpg 1920w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920-100x67.jpg 100w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/board-1273117_1920-330x220.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich schrub ja im <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"letzten Beitrag (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/danwolf.de\/?p=570905\" target=\"_blank\">letzten Beitrag<\/a>, dass ziemliches Chaos im Kopf &amp; eine sehr gro\u00dfe Lethargie im Leben herrscht. Wer mir auf <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Instagram (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/linsenheld\/\" target=\"_blank\">Instagram<\/a> oder <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Twitter (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/twitter.com\/DanWolfde\" target=\"_blank\">Twitter<\/a> folgt, wird es sicherlich auch schon ein wenig mitbekommen haben. Das hat sich sogar noch bis in den -jetzt endg\u00fcltig vorherrschenden- Sommer gezogen. Der April, der Mai und auch der Beginn vom Juni waren richtig schlimm was diese allgegenw\u00e4rtige Lethargie anging. Es war eine Phase, von der ich nicht gedacht habe, nochmals so &#8222;abzurutschen&#8220;. Ich kenne diese Phasen eigentlich nur aus der Zeit vor der Tagesklinik. Tage an denen fast nichts geht, Wochen in denen ich mich eigentlich komplett zur\u00fcckziehe und mit kaum einem Menschen spreche. Eine Phase, in der die dunklen Gedanken trotz regelm\u00e4\u00dfiger Therapiesitzungen auch echt mal wieder recht laut geworden sind. Und ich werde nicht m\u00fcde, es immer wieder zu betonen: Auch wenn es sich -im geschriebenen Wort- vielleicht nicht so &#8222;schlimm&#8220; anh\u00f6rt, f\u00fcr den Betroffenen sind diese Phasen wirklich ein hartes St\u00fcck Arbeit! Man rudert und strampelt, nur um nicht im Gedankenchaos unterzugehen. Im Idealfall hat man dabei noch eine therapeutische Begleitung und\/oder Unterst\u00fctzung von der Familie &amp; Freunden, im schlimmsten Fall k\u00e4mpft man ganz f\u00fcr sich alleine. Daher auch nochmals meine Bitte an dieser Stelle an alle da drau\u00dfen: Schaut genau hin wenn ein Mensch sich zur\u00fcckzieht &amp; &#8222;ruhiger&#8220; wird. H\u00f6rt auf die (wenigen) Worte die er sagt. Bietet auch durchaus (vorsichtig) Hilfe &amp; ein offenes Ohr an. Aber lasst ihn nicht allein in diesem ganzen Gedankenchaos.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir hat jetzt im Fr\u00fchsommer tats\u00e4chlich die Therapie und mein Therapeut dabei sehr geholfen nicht (wieder) komplett unter zu gehen. Nach den wirklich anstrengenden ersten Sitzungen und der damit verbundenen Anamnese, hat mich mein Therapeut in gewisser Weise &#8222;an die Hand genommen&#8220;. Mir durchaus bestimmt (aber ohne Druck!) gezeigt, wie sehr sich meine Gedankenmuster bei mir im Kopf eingefahren haben, mir aber auch aufgezeigt, wie ich diese Muster (anf\u00e4nglich) durchbreche. Das hat &#8222;in mir&#8220; zu einigen interessanten (und f\u00fcr mich wichtigen) Erkenntnissen gef\u00fchrt. Tats\u00e4chlich muss man gar nicht sofort mit dem gro\u00dfen &#8222;Dampfhammer&#8220; dran, schon kleine Ver\u00e4nderungen in seinen eigenen &#8222;Gedankenmustern&#8220; f\u00fchren dazu, dass man mit Dingen besser umgehen kann, die einem bis dahin vielleicht unm\u00f6glich bzw. nur schwer machbar waren. Auch ist mir einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig es ist, im &#8222;Hier &amp; Jetzt&#8220; zu denken und sich nicht immer gleich das schlimmste f\u00fcr die Zukunft auszumalen. Da bin ich zwar noch lange nicht perfekt drin (Ich zerdenke noch zu oft die Dinge!), aber gef\u00fchlt schon auf einem guten Weg. Und es ist echt erstaunlich, wie &#8222;unbeschwert&#8220; ich an Dinge damit teilweise ran gehen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Dinge wie zum Beispiel meine finanzielle Situation.<br>Ja, ich bin Pleite! Und zwar so richtig. Soll hei\u00dfen, ich bin seit etwa einem 3\/4 Jahr in der s.g. &#8222;Privatinsolvenz&#8220;. Wie genau ich da &#8222;rein geraten&#8220; bin, welche Gr\u00fcnde es daf\u00fcr gab und mit wieviel ich in der Kreide stehe&#8230; Da gibt es eventuell mal einen gesonderten Beitrag zu. Nur so viel: Es h\u00e4ngt sicherlich einen gewissen Teil mit meiner Erkrankung, der K\u00fcndigung Anfang 2017 und der daraus folgenden Phase des &#8222;Nicht k\u00fcmmern&#8220; zusammen, dass ich einfach nicht mehr geschafft habe, meinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen. Aber eben auch einen recht gro\u00dfen Teil, dass ich bis dato nie wirklich gut war, mit Geld umzugehen. Lange Rede, kurzer Sinn&#8230; Nachdem ich wirklich lange gebraucht habe mir einzugestehen, dass es &#8222;nicht mehr geht&#8220;, verbunden nat\u00fcrlich mit einer Menge \u00c4ngsten, Vorurteilen &amp; Sorgen, kann ich inzwischen recht &#8222;souver\u00e4n&#8220; damit umgehen. Ja, es ist nicht sch\u00f6n&#8230; Und Nein, ich will mich keineswegs damit vor irgendwas (den &#8222;Schulden&#8220;) dr\u00fccken&#8230; Ganz im Gegenteil. In mir drin gibt es noch immer einen Teil, der sich massiv dagegen str\u00e4ubt. Aber tats\u00e4chlich sehe ich dies nicht (mehr) als Makel sondern ebenfalls als Chance auch diese Baustelle endlich in den Griff zu bekommen. Anfangs habe ich mir noch alles m\u00f6gliche im Kopf ausgemalt und mir die schlecht m\u00f6glichsten Szenarien vorgestellt. Inzwischen nehme ich es, wie es kommt. Und mache in gewisser Weise &#8222;das beste&#8220; draus&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\" class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\">&#8222;Das Beste&#8220; hei\u00dft f\u00fcr mich pers\u00f6nlich zum Beispiel auch mal endlich &#8222;ehrlich&#8220; mit Dingen umzugehen. Wie eben zum Beispiel dem Punkt, dass ich finanzielle Probleme hatte\/habe, jetzt aber eben versuche eben diese in den Griff zu bekommen. Eigentlich wollte ich schon von Beginn an damit hier Blog offen umgehen. Die Zweifel &amp; \u00c4ngste haben es mir aber bis dato irgendwie verbaut&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch, irgendwann wieder &#8222;in Arbeit&#8220; zu kommen. Und auch da waren meine &#8222;Pl\u00e4ne&#8220; ebenfalls eigentlich andere. Die am Ende des Tage doch wieder anders kommen. :D<br>&#8222;Geplant&#8220; war eigentlich, nach dem &#8222;Schwung&#8220; der Tagesklinik, diese Jahr in einem g\u00e4nzlich anderem Bereich &#8222;durchzustarten&#8220;. Nach den Erlebnissen mit meiner Arbeitsstelle Anfang 2017, war mir eigentlich relativ schnell klar, dass ich &#8222;raus&#8220; bin aus diesem Bereich. Ich habe &#8222;in dieser Branche&#8220; Menschen kennen gelernt, die man seinem schlimmsten Feind nicht w\u00fcnscht. Auch habe ich mir selbst, wahrscheinlich aufgrund dieser Erlebnisse, den Job sehr schlecht geredet um damit noch mehr Abstand zu bekommen. Und das, obwohl der Job an sich eigentlich ein sehr, sehr entspannter, aktiver und auch f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sehr entgegenkommenden ist. Ich bin in den letzten Jahren (vor dem ganzen Stress) ziemlich an &amp; mit diesem Job gewachsen, habe einige pers\u00f6nliche Erkenntnisse daraus gezogen und hatte im Grunde immer eine Menge Spa\u00df dabei. Den Stress und die &#8222;nicht so sch\u00f6nen Seiten&#8220;, habe ich dabei aber wohl leider einfach nur falsch (oder gar nicht?!) kanalisiert. Und mich dadurch wahrscheinlich zum gro\u00dfen Teil auch selbst in solch eine &#8222;verfahrene&#8220; Situation gebracht.  <br>All diese &#8222;Erkenntnisse&#8220; haben in der Teilstation\u00e4ren Therapie angefangen zu &#8222;keimen&#8220; und wurden jetzt in der ambulanten Therapie &#8222;verfestigt&#8220;. Trotz allem (Auch positiver Best\u00e4rkung von Therapeuten &amp; Mitpatienten) hatte ich eigentlich im Kern schon mit einer R\u00fcckkehr in den Beruf abgeschlossen. Aber&#8230; Auch da kommt es immer anders als man glaubt.<br><br>So ist es vor gut zwei Woche durch einen gl\u00fccklichen Zufall &amp; sehr liebe Mitmenschen gekommen, dass ich -in K\u00fcrze- doch nochmals versuche in den &#8222;alten&#8220; Beruf einzusteigen. Tats\u00e4chlich wird mir, mit viel Verst\u00e4ndnis &amp; Akzeptanz, die Chance gegeben herauszufinden, ob dieses Gef\u00fchl in mir des &#8222;Aufgebens&#8220; nicht vielleicht doch v\u00f6llig irrational war und ich weiter mit &amp; an diesem Beruf wachsen kann. Zwar muss ich zugeben, dass ich noch nicht ganz einordnen kann, wie es mir damit geht&#8230; Es aber im Grunde doch ein verdammt gutes Gef\u00fchl ist, wieder einmal Best\u00e4tigung und eine gewisse Akzeptanz zu bekommen. Es hat mich zuerst ein wenig \u00fcberrollt, aber gerade die letzten paar Tage war es ein schlicht und ergreifend gutes Gef\u00fchl &amp; damit verbundener sehr positiven Stimmung. Etwas, was schon ziemlich lange nicht mehr da war. <br><br>Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt (Und nat\u00fcrlich auch tierisch aufgeregt\/nerv\u00f6s) wohin dieser Weg f\u00fchrt, wie ich damit umgehen kann und vor allem was sich dadurch vielleicht auch weiter &#8222;in mir&#8220; ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr seht, da ist einiges passiert. (Mal wieder) Eine Achterbahnfahrt der Erlebnisse, Emotionen und Gedanken. Ganz \u00e4hnlich wie in den letzten Tagen das Wetter&#8230; Erst recht normal, dann Hitze wie in der W\u00fcste, dann wieder eine kleine Abk\u00fchlung und dann kommt das Wochenende mit der n\u00e4chsten Hitzekeule. Die <em>Kopfkirmes <\/em>wird, wie das Wetter, eben niemals langweilig&#8230; :D<\/p>\n\n\n\n<p>Bildquelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/users\/geralt-9301\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1273117\" target=\"_blank\">Gerd Altmann<\/a> from <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1273117\" target=\"_blank\">Pixabay<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Beispiel, dass seit dem 09. April endlich mal wieder ein Blogbeitrag kommt. Und in diesen fast 3 Monaten einiges passiert ist. 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