{"id":452387,"date":"2018-12-13T18:30:27","date_gmt":"2018-12-13T17:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/danwolf.de\/?p=452387"},"modified":"2024-07-15T16:24:23","modified_gmt":"2024-07-15T14:24:23","slug":"achtsamkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kopfkirmes.info\/?p=452387","title":{"rendered":"Achtsamkeit&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:left\">&#8230;oder auch: Sich selbst der N\u00e4chste sein<\/p>\n\n\n\n<p>Um es mal etwas salopp und kurz zu formulieren. ;)<br>Nat\u00fcrlich ist &#8222;Achtsamkeit&#8220; viel, viel mehr. Aber im Grunde kann man durchaus sagen, dass man in solchen Momenten vor allem eins ist: Bei sich selbst! Und l\u00e4sst das Gestern gestern und das Morgen morgen sein. Man befindet sich &#8222;im Moment&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Theorie klingt auch das wieder einfacher, als es eigentlich ist. Denn seien wir mal ehrlich&#8230; Wenn jemand mit Achtsamkeit um die Ecke kommt, schie\u00dfen einem erst mal Bilder von verr\u00fcckten Yoga\u00fcbungen, glatzk\u00f6pfigen Buddhas und spiritueller Musik in den Kopf. Und ja, das hat sogar eine ganze Menge mit Achtsamkeit zu tun. Yoga, Meditation oder andere &#8222;asiatische&#8220; Entspannungsmethoden sind nichts anderes als Achtsamkeit. Auch wenn diese Techniken (noch immer) ein Nischendasein in der &#8222;Medizin&#8220; f\u00fchren. Ich kann allerdings aus eigener Erfahrung sagen&#8230; V\u00f6llig zu unrecht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/danwolf.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920.jpg?fit=697%2C465\" alt=\"\" class=\"wp-image-452422\" srcset=\"https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920.jpg 1920w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920-100x67.jpg 100w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/kopfkirmes.info\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/zen-3695970_1920-330x220.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich bin ehrlich&#8230; Mir ging es, trotz meiner zwei &#8222;fr\u00fcheren&#8220; Behandlungen -wo dies durchaus damals schon ein Thema war- bis vor ein paar Jahre nicht anders mit dem Thema. Klangschalen, Meditation und so ein &#8222;Ged\u00f6ns&#8220; waren f\u00fcr mich so weit weg, wie der Mars von der Erde. Ich konnte mich einfach nicht mit dem Thema anfreunden. Noch weniger in den ersten Behandlungen umsetzen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich in der ersten Behandlung eine Art von &#8222;K\u00f6rpergef\u00fchl&#8220;-Block hatte, in dem ich ziemlich unwohl gef\u00fchlt habe. Weil ich es damals f\u00fcr mich einfach noch nicht zulassen konnte.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das hat sich allerdings ge\u00e4ndert. Und zwar auf ziemlich beeindruckende Art &amp; Weise. Ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit durch den Job bei einem Hypnsoeseminar teilzunehmen. 2 1\/2 Tage an einem Wochenende, vorrangig zur Bek\u00e4mpfung der &#8222;Pr\u00fcfungsangst&#8220; unser Klientel. Auch vor diesem Wochenende war ich hochskeptisch, hat man von Hypnose doch bis dahin h\u00f6chstens mal etwas in einer drittklassigen Fernsehshow mitbekommen. Und dann wirkte das auch noch alles ziemlich albern. Menschen die hypnotisiert werden und anschlie\u00dfend jeden &#8222;Kappes&#8220; mit sich machen lassen. Trotzdem bin ich, des Friedens willen, mit auf das Seminar gefahren. Und bin in gewisser Weise bekehrt worden an diesem Wochenende. Der Seminarleiter war ungemein feinf\u00fchlig, auch gegen\u00fcber der Skepsis und hat uns Teilnehmern das Thema Hypnose sehr vern\u00fcnftig nah gebracht. Nat\u00fcrlich mit dem ein oder anderen &#8222;Showeffekten&#8220;, einfach um das &#8222;Tor&#8220; zu dem Thema zu \u00f6ffnen. Ich selbst war ungemein erstaunt, wie &#8222;einfach&#8220; man das Unterbewusstsein erreichen kann und dort dann mit vielen &#8222;Stolpersteinen&#8220; arbeiten &amp; diese auch bearbeiten kann. An diesem Wochenende gab es mehr als nur einen &#8222;Aha-Moment&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Da einige andere Teilnehmer ebenfalls schwer begeistert waren, erfolgte ein weiteres Seminar bei dem gleichen Seminarleiter. Im zweiten Teil ging es dann viel mehr um das eigene &#8222;Unterbewusstsein&#8220; und wie wir als Teilnehmer es f\u00fcr uns beeinflussen k\u00f6nnen. Konkret: Selbsthypnose.<br>Und dieses zweite Seminar hat mir endg\u00fcltig die Augen ge\u00f6ffnet was das Thema &#8222;Achtsamkeit&#8220; angeht. Auf sich selbst zu h\u00f6ren, auf sich Acht zu geben und einfach mal im Moment in sich zu horchen. Zudem spielte da eine gewisse &#8222;Selbstbeeinflussung&#8220; ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle. Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass man sich selbst so sehr &#8222;beeinflussen&#8220; kann, das sich die <em>&#8222;Kopfkirmes&#8220;<\/em> f\u00fcr eine gewisse Zeit mal abmeldet. R\u00fcckblickend ging es mir zu dieser Zeit wohl am besten mit mir &amp; der <em>&#8222;Kopfkirmes&#8220;<\/em>. Alles &#8222;nur&#8220; wegen &#8222;ein bisschen&#8220; Achtsamkeit.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe das (die Selbsthypnose) dann auch noch eine ganze Zeit praktiziert und f\u00fchlte mich, wie gesagt, auch deutlich entspannter &amp; &#8222;leichter&#8220;. Leider blieb die &#8222;Achtsamkeit&#8220; irgendwann auf der Strecke. <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Ich habe das (die Selbsthypnose) dann auch noch eine ganze Zeit praktiziert und f\u00fchlte mich, wie gesagt, auch deutlich entspannter &amp; &quot;leichter&quot;. Leider blieb die &quot;Achtsamkeit&quot; irgendwann auf der Strecke. Der innere Schweinehund hat damals wieder enorm an Platz gewonnen,\u00a0\u00a0 (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/danwolf.de\/?p=451123\" target=\"_blank\">Der innere Schweinehund<\/a> hat damals wieder enorm an Platz gewonnen, einzelne &#8222;R\u00fcckschl\u00e4ge&#8220; haben mich mehr &amp; mehr aus der Bahn geworfen. Ich hab mich &amp; die Achtsamkeit aus den Augen verloren. Leider, wie ich inzwischen feststellen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der letzten Behandlung in der Tagesklinik wurde dieses Tor aber wieder ganz weit aufgesto\u00dfen. Man wird ja im Aufnahmegespr\u00e4ch durchaus gefragt, welche Therapiegruppen mal sich selbst vorstellen konnte. Und aus meinen vorherigen &amp; guten Erfahrungen mit dem Thema, w\u00e4hlte ich auch die Achtsamkeitsgruppe. Dort sind die Teilnehmer dann an eine unglaublich f\u00e4hige &amp; gleichzeitig einf\u00fchlsame Ergotherapeutin &#8222;geraten&#8220;. Diese Frau konnte uns auf eine leicht verst\u00e4ndliche Art die Wichtigkeit von Achtsamkeit n\u00e4her bringen, nahm uns anhand von \u00dcbungen mit und lie\u00df bei mir die lang vergessenen &#8222;Blume&#8220; wieder absolut aufbl\u00fchen. Seit einigen Wochen praktiziere ich wieder t\u00e4glich meine Selbsthypnose und m\u00f6chte mich unbedingt auch im Verlauf der weiteren Therapie mit diesem Thema besch\u00e4ftigen (vielleicht sogar als Form von Therapie). Ich habe -abermals- bemerkt, wie wichtig Achtsamkeit doch ist. Gerade mit und\/oder wegen diversen &#8222;Einschr\u00e4nkungen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gilt auch hier: Mein Weg muss nicht der Weg anderer sein. Dazu ist das Feld der &#8222;Achtsamkeit&#8220; auch viel zu gro\u00df. Es gibt so viele Angebote &amp; M\u00f6glichkeiten um sich in Achtsamkeit zu \u00fcben. Das geht von der klassischen Meditation, \u00fcber Yogakurse, Entspannung mit Klangschalen bis hin zur Hypnose. Aber auch kleine, &#8222;selbstgemachte&#8220; Momente haben viel mit Achtsamkeit zu tun. Zum Beispiel bei einem Spaziergang im Wald einfach mal einen Moment stehen bleiben, die Augen schlie\u00dfen und -im wahrsten Sinne- zu horchen. Auf die Ger\u00e4usche der Natur &amp; des Waldes. Oder Abends mal ganz bewusst die Tasse Tee trinken. Sich dabei von nichts anderem ablenken lassen. All das kann das Unterbewusstsein in einer Art beeinflussen, die sich mit der Zeit verdammt gut anf\u00fchlt. Ich konnte z.B. so meine Gedanken wesentlich einfacher strukturieren und selbst &#8222;negative&#8220; Gedanken in vern\u00fcnftige Bahnen lenken. Sicherlich ersetzt es keine vollwertige Therapie, aber es unterst\u00fctzt &amp; st\u00fctzt dabei auf jeden Fall.<\/p>\n\n\n\n<p>Es schadet also absolut nicht, offen gegen\u00fcber dem Thema Achtsamkeit zu sein und sich -trotz einer anf\u00e4nglichen Abwehrhaltung- darauf einzulassen. Ich m\u00f6chte es auf jeden Fall nicht mehr missen und freue mich f\u00f6rmlich schon auf die &#8222;kleine&#8220; achtsamen Momente in meinen Tagen. :)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Bildquelle: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Bildquelle: pixabay.com (opens in a new tab)\">pixabay.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;oder auch: Sich selbst der N\u00e4chste sein Um es mal etwas salopp und kurz zu formulieren. ;)Nat\u00fcrlich ist &#8222;Achtsamkeit&#8220; viel, viel mehr. Aber im Grunde kann man durchaus sagen, dass man in solchen Momenten vor allem eins ist: Bei sich selbst! Und l\u00e4sst das Gestern gestern und das Morgen morgen sein. 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